5 + 1 tipps für madrid

Madrid blickt mit Stolz auf viele kulinarische und kulturelle Besonderheiten. Meine Highlights für deinen nächsten Wochenendtrip in die spanische Metropole habe ich dir hier zusammengestellt.

Chocolatería San Ginés, madrid, churros

Madrid blickt mit Stolz auf viele kulinarische und kulturelle Besonderheiten. Meine Highlights für deinen nächsten Wochenendtrip in die spanische Metropole habe ich dir hier zusammengestellt.

Tipp 1: Esse Tapas mit den Einheimischen im El Tigre

Du möchtest dich fühlen wie eine richtige Madrileña? Dann ist die Tapas-Bar El Tigre genau das richtige für dich. Ich wäre wohl niemals hinein gegangen, wenn mir mein Airbnb-Host Eduardo diesen Laden nicht so wärmstens empfohlen hätte. Es war spät und ich hatte riiiiiesen Hunger und auch ein bisschen Weindurst. Also bin ich hinein in den Laden, der von draußen eher aussah wie ein leicht chaotischer Club, als eine Tapasbar. Zu meiner Überraschung fand ich keinen einzigen Touristen vor, dafür aber jede Menge junge Madrileños und noch viel mehr belegte Brote und marinierte Hühnchenschenkel. Zu dem (günstigen) Wein, gab es einen RIESEN Teller Tapas – aufs Haus! Ebenfalls irgendwie sympathisch: Die benutzten Servietten und Zahnstocher schmeißt man einfach auf den Boden (siehe Foto). Alles in allem eine sehr authentische, lockere Atmosphere mit leckeren Drinks und netten Tapas für den schmalen Geldbeutel.

Tipp 2: Genieße die Abendsonne im Parque del Retiro

Die Madrileños scheinen sehr sportlich zu sein. Diesen Eindruck bekommt man zumindest, beim Besuch des fast 1,5 Quadratkilometer großen Parque del Retiro, der in der Nähe des Prado liegt. Hier tummeln sich bereits im Januar Jogger neben Badmintonspielerinnen, Skater fahren mit Inlinern um die Wette und Muskelmänner und -frauen und solche, die es werden möchten, betreiben wildes Streetworkout. Aber auch die Chiller unter euch kommen auf ihre Kosten: Gemütliches Spazierengehen, Entenfüttern und zur Belohnung ein paar Oliven oder ein Eis an einem der vielen Kioskbuden kaufen, so lässt es sich Leben. Oder eben entspannen. Das bestätigt auch der Name des Parks, der Anfang des 16. Jahrhunderts als königlicher Park der Erholung eingeweiht wurde: Retiro bedeutet Rückzug, Zuflucht.

 Tipp 3: Probiere Churros y Chocolate in der Chocolatería San Ginés

Churros, neben den Tapas eine weitere Köstlichkeit Spaniens, die es auch in Madrid an jeder Straßenecke gibt. Am Liebsten essen die Spanier das frittierte Spritzgebäck, das als sternförmige Stange gern mit einer Tasse dickflüssiger Schokolade zum Tunken serviert wird, bereits zum Frühstück. Besonders angetan hat es mir die 1894 eröffnete Chocolatería San Gínes, die Churros to go oder zum Verzehr vor Ort anbietet. Dort sieht man nicht erst die servierfertigen Stangen, sondern die beeidruckenden Riesen-Schnecken, bevor sie kleingeschnitten werden.

Tipp 4: Besuche Europas größten Friedhof Cementerio de la Almudena

Spätestens wenn du meine Mailand-Tipps gelesen hast, kann ich dir meinen Spleen für Friedhöfe nicht mehr verheimlichen. Für mich ist „neue Stadt – neuer Friedhof“ zu einer unumgänglichen Reiseregel geworden. So führte mich mein Weg in Madrid auf den auf einem knapp 700 Meter hohen Hügel liegenden Friedhof Cementerio de la Almudena. Mitte des 19. Jahrhunderts verfügte Madrid über 7 Friedhöfe, die Bevölkerung wuchs jedoch stetig und beschwerte sich vermehrt über den Leichengestank, den die teilweise sehr zentral in der Stadt gelegenen Friedhöfe verursachten. So entstand dieses riesige Prachtstück auf einem Hügel im Madrider Vorort Pueblo Nuevo – wegen der guten Luftzirkulation. Die Ruhestätte ist mit einem Gelände von 120.000 Hektar und über 5 Millionen Beerdigten die größte Europas. Sehr beeindruckend. Um die Größe noch einmal zu verdeutlichen: Es kann schon mal vorkommen, dass bis zu 300.000 Besucher an einem Tag kommen.

Tipp 5: Mache einen Sonntagspaziergang durch die bunten Viertel Lavapiés und La Latina 

Die Viertel La Latina und Lavapiés erinnern mich etwas an das kiezig-quirlige Berlin. Jedoch sind sie um einiges kleiner als Prenzl-, Kreuzberg oder Friedrichshain und wirken dadurch gemütlicher, fast schon persönlich. In der entspannten Sonntagssonne zieht es mich vorbei an afrikanischen Trommlern, die lachend durch die Straßen streifen, zum Flohmarkt El Rastro, wo sich mein Berliner Vintage-Herz austoben kann. Nach hoffentlich erfolgreichem Shopping empfehle ich eine Stärkung in einem der vielen indischen Restaurants mit Außentischen auf der Calle de Lavapiés. Dort bist du auf jeden Fall in guter Gesellschaft. Die Gegend eignet sich hervorragend zum Bummeln und Flanieren und wenn du am Plaza Lavapiés angekommen bist (siehe Foto oben), kannst du eine kleine Pause einlegen und mit den anderen Sonntagsspaziergängern einen Café con leche oder ein Bier trinken.

Plus 1-Tipp: Mache einen Kurzausflug ins Reich der Pharaonen

Mitten in Madrid hast du die seltene Gelegenheit, außerhalb Ägyptens einen ägyptischen Tempel zu besichtigen. Ein wenig surreal steht der im 2. Jahrhundert v. Chr. im Süden Ägyptens erbaute Tempel von Debod auf einem Berg in mitten dieser europäischen Großstadt. Als Geschenk Ägyptens an Spanien gelangte das Bauwerk Ende der 1960er Jahre über Valencia in die spanische Hauptstadt.

Was sind deine Madrid-Favourites? Hast du weitere tolle Tipps und Ideen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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