arianes tipps für deine soloreise durch südamerika.

ariane kovac

Was die liebe Ariane von Heldenwetter dazu bewegt hat, allein nach Südamerika zu reisen und welche Erfahrungen sie vernab der Heimat geprägt haben, erfährst du in diesem Interview. Außerdem erzählt dir die Reisebloggerin, wie man sich zu einem Ort hingezogen fühlen kann, ohne jemals dort gewesen zu sein und gibt dir Tipps für deine Soloreise.

1. Warum Südamerika? Und dann auch noch allein. Als Frau!

Warum Südamerika, das kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht kennen manche von euch das Gefühl, sich zu einem Ort hingezogen zu fühlen, ohne jemals dort gewesen zu sein. Mir ging es so mit Südamerika, seit ich mich zurückerinnern kann. Während ich noch zur Schule ging, habe ich sogar in meiner Freizeit an der Volkshochschule Spanisch gelernt, weil mich der Gedanke an Spanien und Lateinamerika so gepackt hatte. Als es in Richtung Abitur ging, war dann klar: Ich will ein Jahr ins Ausland, und zwar in eines der Andenländer.
Heute, wo ich nicht nur ein Jahr dort gelebt habe, sondern mich dreieinhalb Jahre lang von Deutschland aus intensiv in Studium und Freizeit mit Lateinamerika beschäftigt habe (Ich habe zum Beispiel gerade meine Bachelorarbeit über indigene Justiz in Bolivien fertig geschrieben.), kann ich genauer sagen, was mich so fasziniert: Die Tatsache, dass in Lateinamerika das Magische, das Übersinnliche immer noch Teil des Alltags ist. Die pragmatische und positive Einstellung vieler Menschen. Und die irrsinnige Vielseitigkeit des Kontinents.
Warum man als Frau allein Südamerika bereisen sollte? Aus den gleichen Gründen, aus denen man Südamerika als Mann, als Paar oder in der Gruppe bereisen sollte: Es ist eine unvergleichliche Erfahrung!

2. Was hat diese Reise mit dir gemacht?

Mein Jahr in Peru hat mich auf vielen Ebenen geprägt: Ich bin selbstständiger und erwachsener geworden, ich habe erste Erfahrungen in der Arbeitswelt gemacht und wusste danach besser, was ich mit meinem Leben einmal anstellen möchte. Doch vor allem habe ich durch das Jahr einen realistischeren Blick auf Peru und Lateinamerika und auf Themen wie Armut und indigene Völker bekommen. In meinem Studium hätte ich mich nie so mit Lateinamerika beschäftigen können, ohne vorher dort gewesen zu sein – mir hätte bei vielen Themen völlig das Verständnis gefehlt, gerade was die Kultur und die Einflüsse indigenen Denkens angeht.

3. Welchen Ratschlag gibst du Alleinreisenden (Frauen) auf den Weg?

Im Vorfeld sollte man sich nicht von Horrorgeschichten verrückt machen lassen. Und wenn man einmal dort ist, sollte man sich nicht nur vom gesunden Menschenverstand, sondern vor allem vom Wissen der Einheimischen leiten lassen. Die wissen normalerweise gut, wie gefährlich welche Stadtviertel sind und auf was man besonders aufpassen muss. Das mit dem gesunden Menschenverstand ist nämlich oft nicht so leicht in Südamerika: In Lima beispielsweise können sehr gefährliche Straßenzüge direkt neben belebten, ungefährlichen, touristischen Straßen liegen.
Dabei ist es natürlich immer wichtig, nichts zu riskieren: Wenn einem etwas nicht geheuer ist oder einem ein Einheimischer sagt, es ist zu gefährlich, sollte man ohne zu überlegen die Finger davon lassen.

ariane kovac, heldenwetterAriane hat ihr  Herz irgendwo zwischen Lamas und rostigen Kleinbussen in Peru verloren. Seitdem möchte sie so viel wie möglich über andere Länder und Kulturen erfahren – wenn möglich, aus erster Hand. Wenn sie gerade nicht unterwegs sein kann, verbringt sie viel Zeit damit, den Finger über Landkarten wandern zu lassen und ihre eigene Heimat ein bisschen besser zu erkunden, am liebsten zu Fuß. Immer dabei, ob in Nähe oder Ferne: Kamera und Notizbuch, denn ohne das Schreiben und das Fotografieren wäre das Leben für sie nicht lebenswert. Mehr über Ariane.

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